Ein nasser Sommerabend
Es ist Sommer … und keiner merkt etwas davon. Ganz heimlich und still geht der Sommer an uns vorbei und versteckt sich hinter dicken Regenwolken. Im Auto muss ich die Sitzheizung einschalten, um nicht zu frieren. Statt Lust auf ein Eis zu haben, weckt sich die Sehnsucht nach einem heissen Tee. Und dies während der Fussball EM 2008! Dafür ist es um so schöner, wenn ich morgens ins Geschäft fahre und weiss, dass ich draussen nicht im geringsten etwas verpassen werde. Auch mein Heuschnupfen und die damit verbundenen Nebenwirkungen entwickeln sich bei diesen Wetterverhältnissen prächtig. Sie sind nämlich kaum mehr vorhanden oder unbemerkt einem normalen Schnupfen gewichen. Es ist und bleibt ein nasser Sommerabend, der – so hoffen wir doch alle – bald wieder den angenehmen und vielleicht gar etwas (wettertechnisch) kitschigen und lauen Abenden weichen wird.
Kuh Änn

Auf die so richtig warmen Sommerabende müssen wir leider noch etwas warten. Denn auch wenn es tagsüber schon recht angenehm temperiert anmuten lässt, so ist nach Sonnenuntergang schon sehr bald eine unangenehme Kühle zu spüren. Dazu fehlt uns einfach dieses Stück Fell, dass die Kuh Anne (QN) uns voraus hat. Manchmal bin ich etwas neidisch auf die coolen Viecher auf ihren saftigen Wiesen. Es gibt doch nichts Friedlicheres, als auf einer Wiese zu liegen, sich von der einen auf die andere Seite zu drehen, und dann wieder auf längst gegessenen Gräsern herum zu kauen. Wenn ich mir wünschen könnte, als Tier noch mal wieder geboren zu werden: Ich wäre eine Kuh – oder ein wilder Stier?